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Neuer Lesekreis zur Kritischen Psychologie in Hamburg – Start am 19. September

Nach langer Zeit der Ruhe gibt es nun wieder eine Initiative in Hamburg, die sich intensiver mit der Kritischen Psychologie auseinandersetzen wird. Diesmal an der HAW – Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg. Hier findet ihr die Ankündigung für einen im Wintersemester stattfindenden Lesekreis zur Kritischen Psychologie.

Lesekreis Kritische Psychologie

Die Kritische Psychologie wurde während der „68er Bewegung“ an der Freien Universität Berlin als marxistische Subjektwissenschaft von Klaus Holzkamp und Ute Osterkamp begründet. Sie stützt sich auf die Forschungen der sowjetischen Psychologie der „kulturhistorischen Schule“ von Alexej Leontjew und kritisiert die bürgerliche Psychologie als Herrschaftsideologie zur kulturellen Unterdrückung der Armen und Ohnmächtigen. Dagegen entwickelt sie die geistig-emotionalen Voraussetzungen der kollektiven Emanzipation aller Menschen aus den Fesseln von Ungleichheit, Ausbeutung und Ungebildetheit. Wir wollen die Texte von Holzkamp/Osterkamp wieder lesen und ihre Perspektiven – unter anderem in der Sozialen Arbeit – diskutieren.

Termin: Montags 16 Uhr (Erstmalig am 19. September); Ort: R0.15, Alexanderstr. 1

Kontaktadresse: eric.recke@haw-hamburg.de

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Vortrag von Vanessa Lux am 21.01.2013: Biologismus in der Psychologie

Das Menschenbilder-Seminar lädt dieses Semester wieder zur UNIKATEN VORLESUNG ein, und zwar am
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Montag, 21.1.2013, um 18:15 Uhr, Universität Hamburg, Von-Melle-Park 5, Hörsaal B2
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diesmal wieder mit einer Vertreterin der Kritischen Psychologie. Im Folgenden der Ankündigungstext:
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Vanessa Lux
Die Suche nach den Genen: Biologie und Biologismus in der Psychologie
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Seit den Anfängen der Genetik wurden individuelle Differenzen im Psychischen immer mal wieder auf Unterschiede in den Genen zurückgeführt. Die psychiatrischen Genetik hatte sogar verkündet, mit Hilfe der modernen Gentechnologie den Einfluss einzelner Gene auf psychisches Erleben endgültige aufzuklären. Anfangs schien es auch so, als hätte dies Erfolg: Nur allzu oft war in den Medien vom „Schizophrenie-“, „Depressions-“ und „Alkoholismus-Gen“ die Rede, das „gefunden“, „identifiziert“ oder „entdeckt“ worden sei. Erst seit kurzem werden komplexere Annahmen des Zusammenhangs zwischen der DNA und psychischen Funktionen – etwa unter dem Stichwort „Epigenetik“ – in Forschung und Medienöffentlichkeit diskutiert. Wie aber passen die Suche nach dem Schizophrenie-Gen und das biologische Wissen um die Komplexität auf DNA-Ebene zusammen? Was bedeutet das für die Forschungsmethoden der psychiatrischen Genetik? Welche Vorstellungen von Norm und Abweichung liegen diesen implizit zugrunde? Und schließlich: Wie verändert sich unser Verständnis von der Biologie des Psychischen durch z.B. die Epigenetik?
Der Vortrag stellt den gegenwärtigen Wandel in der Vorstellung vom „Gen“ von der Genetik zur Epigenetik bzw. Systembiologie vor und diskutiert die Konsequenzen dieses Wandels für die Methoden, mit denen nach Genen für psychische Funktionen und ihre Störungen gesucht wird, sowie für den Umgang mit biologischem Wissen in der Psychologie. Dr. phil. Vanessa Lux ist Diplom-Psychologin, sie promovierte 2011 zum Thema „Genetik und psychologische Praxis“ an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Schnittstellen zwischen den Bio-/Neurowissenschaften und der Psychologie sowie Theorie und Geschichte der Psychologie. Sie arbeitet zur Zeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Kuturelle Faktoren der Vererbung“, Teilprojekt „Epigenetik und Psychologie: das Beispiel Trauma“. Im Anschluss an den Vortrag wird es Zeit für Fragen und Diskussion geben.
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Mit herzlichen Grüßen, das Menschenbilder-Team in Zusammenarbeit mit
dem Fachschaftsrat Psychologie

Lektürekurs „Grundlegung der Psychologie“

In der 1983 veröffentlichten „Grundlegung der Psychologie“ unternimmt Klaus Holzkamp (1927-1995) den Versuch, eine Kritische Psychologie auf der Grundlage einer marxistischen Gesellschaftstheorie und Philosophie zu begründen. Ausgehend von der Kritik an Konzepten der traditionellen Psychologie wird ein differenziertes Begriffssystem entwickelt, das den Anspruch hat, den realen Zusammenhang zwischen Naturgeschichte, gesellschaftlicher Produktion von Lebensbedingungen und individueller Existenz des Menschen abzubilden. Diese Grundbegriffe sollen einer Analyse von subjektiven Problemen vom Standpunkt der Betroffenen unter Berücksichtigung psychischer, sozialer und gesellschaftlicher Momente dienen. Damit soll eine „soziale Selbstverständigung über Handlungsbegründungen“ ermöglicht werden. Wichtig ist hierbei, die jeweils historisch-spezifischen Macht- und Herrschaftsverhältnisse, die sich individuell als Einschränkung personaler Handlungsfähigkeit konkretisieren, einzubeziehen. Es soll im Blick behalten werden, dass diese von Menschen geschaffen und damit veränderbar sind.

Wir möchten die „Grundlegung der Psychologie“ ab dem Wintersemester 2011/12 gemeinsam lesen, die Inhalte erarbeiten und uns interessierende Themen diskutieren. Wir starten am 20.10. mit einer Auftaktveranstaltung im Raum 3016, Von-Melle-Park 5 („WiWi-Bunker“, 3. Stock) um 19:00 Uhr. Hier sollen die Inhalte des Werks kurz umrissen und organisatorische Fragen abgesprochen werden.

Ein Lektürekurs des AK Kritische Psychologie / FSR Psychologie in Kooperation mit der MASCH (Marxistische Abendschule)

Termin: jeden Donnerstag (19-21 Uhr), ab 20.10.2011
Ort: Universität Hamburg, Raum 3016, Von-Melle-Park 5 („WiWi-Bunker“, 3. Stock)

Weitere Informationen:

Ablauf und organisatorische Infos | Über den AK Kritische Psychologie Hamburg | Kontakt zur Vorbereitungsgruppe | MASCH – Marxistische Abendschule Hamburg

Kongress „Die Unberechenbarkeit des Subjekts“ – 21.-24.07. in Frankfurt

Die Unberechenbarkeit des Subjekts – Kongress zum Verhältnis kritischer Psychologie und qualitativer Forschung

Der von dem Arbeitskreis kritische Psychologie Frankfurt organisierte Kongress zielt darauf, einen Einblick in gesellschaftskritische Ansätze in der Psychologie zu eröffnen. Hierbei sollen vor allem die psychoanalytische Sozialpsychologie, (queer-) feministische Psychologie(n), die Kritische Psychologie sowie ‘postmoderne’ Psychologieansätze im Fokus stehen. Darüber hinaus soll das Verhältnis dieser Ansätze zu Methoden der qualitativen Sozialforschung beleuchtet und die Frage diskutiert werden, ob ein hochschulpolitischer Einsatz für die Integration qualitativer Methoden in die Lehrpläne der Psychologie zu einer Stärkung kritisch-sozialwissenschaftlichen Denkens in der Psychologie beitragen könnte.

Der Kongress soll zudem der Vernetzung jener Studierenden dienen, die sich auch über den Kongress hinaus mit gesellschaftskritischen Ansätzen in der Psychologie auseinandersetzen und darüber hinaus ihre zukünftige gesellschaftliche Rolle und Funktion als Psycholog_innen reflektieren wollen. Im Rahmen des Kongresses soll ein Austausch über Erfahrungen und Möglichkeiten, sich hochschulpolitisch für die Stärkung gesellschaftskritischer Ansätze in der Psychologie einzusetzen, ermöglicht werden.

21. – 24. Juli 2011 // Uni Frankfurt
Studierendenhaus // Campus Bockenheim

Weitere Informationen

Kongress-Homepage | Programm | Referent_innen | AK kritische Psychologie Frankfurt 

Kritische Psychologie Lesekreis für das Sommersemester in Planung – Vorbereitungstreffen am 22.02.

Am vegangenen Mittwoch (09.02.) endete der Kritische Psychologie Lesekreis im Wintersemester. Wir hatten uns in den vergangenen vier Monaten mit einführenden Texten zur Kritischen Psychologie in den Bereichen „Emotionalität“, „Antirassistische Bildung“, „Lernen und Erziehung“ sowie „Entwicklung“ beschäftigt. Wie sich im Feedback der Abschlussveranstaltung verdeutlichte, wurde der Lesekreis von den Teilnehmer*innen als Bereicherung erfahren, da die Auseinandersetzung mit den Perspektiven der Kritischen Psychologie auf die besprochenen Themen als Ergänzung zu Studieninhalten erfahren wurde.

Hieran möchten wir mit weiteren Veranstaltungen anknüpfen. Konkret: es wird im Sommersemester aller Voraussicht nach wieder einen wöchentlichen Lesekreis geben. Hierzu findet am 22. Februar um 18 Uhr ein Vorbereitungstreffen statt. Interessierte sind herzlich eingeladen und können in einer Mail an kritischepsychologie_hh@yahoo.de gern den Ort des Treffens erfragen.

Weitere Informationen:

Archiv: Themen und Literatur des vergangenen Seminars | Weitere Termine | Kontakt zur Vorbereitungsgruppe

01.Februar: Nachholtermin Vortrag Christina Kaindl

Das Menschenbilder-Seminar und der Fachschaftsrat Psychologie der Uni Hamburg laden euch noch einmal zur „Unikaten Vorlesung“ in diesem Semester ein.
Der Nachholtermin des wegen Krankheits ausgefallenen Vortrags von Christina Kaindl aus Berlin zur Subjektwissenschaftlichen Forschung der Kritischen Psychologie wird am Dienstag, den 01.02.2011 um 18:15 Uhr in Raum W 120, Edmund-Siemers-Allee 1 (ESA Westflügel), Universität Hamburg stattfinden.
Die subjektwissenschaftliche Herangehensweise der Kritischen Psychologie dient PsychologInnen als Handwerkszeug an der Schnittstelle zwischen Forschung und Berufspraxis. Dieser Ansatz, der nicht mehr allgemeine sondern sehr spezielle Aussagen für konkrete Menschen in konkreten Situationen wissenschaftlich herausstellt, ist bedeutungsvoll für verschiedene psychologische und auch (sozial-)pädagogische Arbeitsfelder.

Christina Kaindl ist Diplom-Psychologin, Verterterin der Kritischen
Psychologie und promoviert in Politikwissenschaften an der FU Berlin zum Zusammenhang von Neoliberalismus und Rechtsextremismus. Sie ist Mitglied der Redaktion der Zeitschriften „Das Argument“ und „Forum Kritische Psychologie“, leitende Redakteurin der Zeitschrift „Luxemburg. Gesellschaftsanalyse und linke Praxis“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Lehrbeauftragte an der FH Stendal.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen, einen spannenden
Vortrag und eine angeregte Diskussion!

Unikate Vorlesung:
„Kritische Psychologie als Subjektwissenschaft“ (Christina Kaindl, Berlin) – Vortrag mit Diskussion

Dienstag, 01.02.2011, 18:15 Uhr
Edmund-Siemers-Allee 1
Raum W 120 (ESA Westflügel)
Universität Hamburg

07.12.2010: Vortrag von Christina Kaindl zu Subjektwissenschaftlicher Forschung

Das Menschenbilder Seminar und der Fachschaftsrat Psychologie der Universität Hamburg laden am 07.12.2010 um 18:15 zu einem Vortrag mit anschliessender Diskussion im Rahmen der „Unikaten Vorlesungsreihe“ ein. Christina Kaindl wird zum Thema „Kritische Psychologie als Subjektwissenschaft“ referieren. Die subjektwissenschaftliche Herangehensweise der Kritischen Psychologie dient PsychologInnen als Handwerkszeug an der Schnittstelle zwischen Forschung und Berufspraxis. Dieser Ansatz, der nicht mehr allgemeine sondern sehr spezielle Aussagen für konkrete Menschen in konkreten Situationen wissenschaftlich herausstellt, ist bedeutungsvoll für verschiedene psychologische und auch (sozial-)pädagogische Arbeitsfelder.

Christina Kaindl ist Diplom-Psychologin, Verterterin der Kritischen Psychologie und promoviert in Politikwissenschaften an der FU Berlin zum Zusammenhang von Neoliberalismus und Rechtsextremismus. Sie ist Mitglied der Redaktion der Zeitschriften „Das Argument“ und „Forum Kritische Psychologie“, leitende Redakteurin der Zeitschrift „Luxemburg. Gesellschaftsanalyse und linke Praxis“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Lehrbeauftragte an der FH Stendal.

Unikate Vorlesung:
„Kritische Psychologie als Subjektwissenschaft“ (Christina Kaindl, Berlin) – Vortrag mit Diskussion

Dienstag, 07.12.2010, 18:15-20:00
Hörsaal B2
Von Melle Park 5
Campus der Universität Hamburg