Neuer Lesekreis zur Kritischen Psychologie in Hamburg – Start am 19. September

Nach langer Zeit der Ruhe gibt es nun wieder eine Initiative in Hamburg, die sich intensiver mit der Kritischen Psychologie auseinandersetzen wird. Diesmal an der HAW – Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg. Hier findet ihr die Ankündigung für einen im Wintersemester stattfindenden Lesekreis zur Kritischen Psychologie.

Lesekreis Kritische Psychologie

Die Kritische Psychologie wurde während der „68er Bewegung“ an der Freien Universität Berlin als marxistische Subjektwissenschaft von Klaus Holzkamp und Ute Osterkamp begründet. Sie stützt sich auf die Forschungen der sowjetischen Psychologie der „kulturhistorischen Schule“ von Alexej Leontjew und kritisiert die bürgerliche Psychologie als Herrschaftsideologie zur kulturellen Unterdrückung der Armen und Ohnmächtigen. Dagegen entwickelt sie die geistig-emotionalen Voraussetzungen der kollektiven Emanzipation aller Menschen aus den Fesseln von Ungleichheit, Ausbeutung und Ungebildetheit. Wir wollen die Texte von Holzkamp/Osterkamp wieder lesen und ihre Perspektiven – unter anderem in der Sozialen Arbeit – diskutieren.

Termin: Montags 16 Uhr (Erstmalig am 19. September); Ort: R0.15, Alexanderstr. 1

Kontaktadresse: eric.recke@haw-hamburg.de

13.-17. September 2016: Ferienuni Kritische Psychologie in Berlin

Vom 13.-17. September 2016 findet unter dem Motto „Vom Kopf auf die Füße“ an der Alice Salomon Hochschule Berlin (!!) wieder eine Ferienuniversität Kritische Psychologie statt.

Eine absolut empfehlenswerte Veranstaltung für alle an der Kritischen Psychologie Interessierten!

Informationen, die Anmeldung und das Programm findet ihr unter http://2016.ferienuni.de/

Den Ankündigungstext könnt ihr hier einsehen.

Arbeit des Arbeitskreises zur Zeit eingestellt

Aus verschiedenen Gründen gibt es zur Zeit keine aktuellen Veranstaltungen des Arbeitskreises Kritische Psychologie Hamburg. Die Inhalte dieser Webseite bleiben jedoch zu Dokumentationszwecken und als Anregung für ähnliche Projekte online.

Bei Fragen, Interesse an Neuauflage oder ähnlichem könnt ihr uns weiterhin kontaktieren, es kann jedoch vorkommen, dass eine Antwort mal etwas auf sich warten lässt.

16.-20.09.2014: Ferienuni Kritische Psychologie

Wir dokumentieren hier den Aufruf der diesjährigen Ferienuniversität Kritische Psychologie.

Alle weiteren Infos findet ihr hier.

Komm zur Ferienuni Kritische Psychologie 2014!

Mit der 9. Ferienuniversität Kritische Psychologie wollen wir, ein Zusammenschluss von Studierenden, Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen, verschiedene Möglichkeiten zur Aneignung und Reflexion von kritischer Theorie und Praxis, zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung bieten. Dabei soll es darum gehen, an der Kritischen Psychologie orientierte Konzepte zu vermitteln, diese weiterzuentwickeln und in Austausch mit anderen Ansätzen zu diskutieren. Damit wollen wir dem psychologischen Mainstream eine andere Psychologie entgegensetzen und der De-Institutionalisierung Kritischer Psychologie und kritischer Wissenschaften insgesamt entgegenwirken.

Die fünftägige Veranstaltung ist so aufgebaut, dass zu allen Themenblöcken über alle Tage Überblicksvorträge, vertiefende Arbeitsgruppen und Podiumsdiskussionen mit Workshops und Textarbeit mit einführendem Charakter verbunden werden. Außerdem werden wir für gesellige Events sorgen und würden uns über Ihre/eure Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der Ferienuni vor Ort freuen.

Die Kritische Psychologie versteht sich als marxistisch fundierte Subjektwissenschaft. Ihre Kategorien und Theorien dienen der Analyse von subjektiven Problemen vom Standpunkt der Betroffenen im Kontext ihrer gesellschaftlichen Vermitteltheit. Statt sicher zu stellen, dass Menschen sich den Anforderungen und Zumutungen fügen, die mit der Reproduktion der kapitalistischen Gesellschaft und ihren spezifischen Herrschaftsverhältnissen einhergehen, zielt der Ansatz auf die „soziale Selbstverständigung über Handlungsbegründungen“, die im Blick behält, dass gesellschaftliche Verhältnisse von Menschen geschaffen und daher veränderbar sind.

Nach einigen Schwierigkeiten bei der Raumreservierung, wird die Ferienuniversität – wie die Jahre zuvor – an der Freien Universität Berlin in der Silberlaube stattfinden.

Vortrag von Vanessa Lux am 21.01.2013: Biologismus in der Psychologie

Das Menschenbilder-Seminar lädt dieses Semester wieder zur UNIKATEN VORLESUNG ein, und zwar am
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Montag, 21.1.2013, um 18:15 Uhr, Universität Hamburg, Von-Melle-Park 5, Hörsaal B2
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diesmal wieder mit einer Vertreterin der Kritischen Psychologie. Im Folgenden der Ankündigungstext:
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Vanessa Lux
Die Suche nach den Genen: Biologie und Biologismus in der Psychologie
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Seit den Anfängen der Genetik wurden individuelle Differenzen im Psychischen immer mal wieder auf Unterschiede in den Genen zurückgeführt. Die psychiatrischen Genetik hatte sogar verkündet, mit Hilfe der modernen Gentechnologie den Einfluss einzelner Gene auf psychisches Erleben endgültige aufzuklären. Anfangs schien es auch so, als hätte dies Erfolg: Nur allzu oft war in den Medien vom „Schizophrenie-“, „Depressions-“ und „Alkoholismus-Gen“ die Rede, das „gefunden“, „identifiziert“ oder „entdeckt“ worden sei. Erst seit kurzem werden komplexere Annahmen des Zusammenhangs zwischen der DNA und psychischen Funktionen – etwa unter dem Stichwort „Epigenetik“ – in Forschung und Medienöffentlichkeit diskutiert. Wie aber passen die Suche nach dem Schizophrenie-Gen und das biologische Wissen um die Komplexität auf DNA-Ebene zusammen? Was bedeutet das für die Forschungsmethoden der psychiatrischen Genetik? Welche Vorstellungen von Norm und Abweichung liegen diesen implizit zugrunde? Und schließlich: Wie verändert sich unser Verständnis von der Biologie des Psychischen durch z.B. die Epigenetik?
Der Vortrag stellt den gegenwärtigen Wandel in der Vorstellung vom „Gen“ von der Genetik zur Epigenetik bzw. Systembiologie vor und diskutiert die Konsequenzen dieses Wandels für die Methoden, mit denen nach Genen für psychische Funktionen und ihre Störungen gesucht wird, sowie für den Umgang mit biologischem Wissen in der Psychologie. Dr. phil. Vanessa Lux ist Diplom-Psychologin, sie promovierte 2011 zum Thema „Genetik und psychologische Praxis“ an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Schnittstellen zwischen den Bio-/Neurowissenschaften und der Psychologie sowie Theorie und Geschichte der Psychologie. Sie arbeitet zur Zeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Kuturelle Faktoren der Vererbung“, Teilprojekt „Epigenetik und Psychologie: das Beispiel Trauma“. Im Anschluss an den Vortrag wird es Zeit für Fragen und Diskussion geben.
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Mit herzlichen Grüßen, das Menschenbilder-Team in Zusammenarbeit mit
dem Fachschaftsrat Psychologie

Fortsetzung: Lektürekurs Klaus Holzkamp: „Grundlegung der Psychologie“

 Fortsetzung mit dem 6. Kapitel

In der 1983 veröffentlichten „Grundlegung der Psychologie“ unternimmt Klaus Holzkamp (1927-1995) den Versuch, eine Kritische Psychologie auf der Grundlage einer marxistischen Gesellschaftstheorie und Philosophie zu begründen. Ausgehend von der Kritik an Konzepten der traditionellen Psychologie wird ein differenziertes Begriffssystem entwickelt, das den Anspruch hat, den realen Zusammenhang zwischen Naturgeschichte, gesellschaftlicher Produktion von Lebensbedingungen und individueller Existenz des Menschen abzubilden. Diese Grundbegriffe sollen einer Analyse von subjektiven Problemen vom Standpunkt der Betroffenen unter Berücksichtigung psychischer, sozialer und gesellschaftlicher Momente dienen. Damit soll eine „soziale Selbstverständigung über Handlungsbegründungen“ ermöglicht werden. Wichtig ist hierbei, die jeweils historisch-spezifischen Macht- und Herrschaftsverhältnisse, die sich individuell als Einschränkung personaler Handlungsfähigkeit konkretisieren, einzubeziehen. Es soll im Blick behalten werden, dass diese von Menschen geschaffen und damit veränderbar sind.

Der Lektürekurs startete bereits im Wintersemester 2o11/12 und wir treffen uns seither wöchentlich, um uns die Inhalte zu erarbeiten und uns interessierende Themen zu diskutieren. Neueinsteiger_innen sind herzlich willkommen! Bei Interesse informiert uns bitte kurz per E-Mail.

Ein Lektürekurs des AK Kritische Psychologie / FSR Psychologie in Kooperation mit der MASCH.

Kontakt: Kritische Psychologie Hamburg, kritischepsychologie_hh[at]yahoo.com
Termin: jeden Donnerstag, ab 12.o4.2o12, 19.oo Uhr
Ort: Universität Hamburg, Von-Melle-Park 5 (WiWi-Bunker), 3. Stock, Raum 3o16

Lektürekurs „Grundlegung der Psychologie“

In der 1983 veröffentlichten „Grundlegung der Psychologie“ unternimmt Klaus Holzkamp (1927-1995) den Versuch, eine Kritische Psychologie auf der Grundlage einer marxistischen Gesellschaftstheorie und Philosophie zu begründen. Ausgehend von der Kritik an Konzepten der traditionellen Psychologie wird ein differenziertes Begriffssystem entwickelt, das den Anspruch hat, den realen Zusammenhang zwischen Naturgeschichte, gesellschaftlicher Produktion von Lebensbedingungen und individueller Existenz des Menschen abzubilden. Diese Grundbegriffe sollen einer Analyse von subjektiven Problemen vom Standpunkt der Betroffenen unter Berücksichtigung psychischer, sozialer und gesellschaftlicher Momente dienen. Damit soll eine „soziale Selbstverständigung über Handlungsbegründungen“ ermöglicht werden. Wichtig ist hierbei, die jeweils historisch-spezifischen Macht- und Herrschaftsverhältnisse, die sich individuell als Einschränkung personaler Handlungsfähigkeit konkretisieren, einzubeziehen. Es soll im Blick behalten werden, dass diese von Menschen geschaffen und damit veränderbar sind.

Wir möchten die „Grundlegung der Psychologie“ ab dem Wintersemester 2011/12 gemeinsam lesen, die Inhalte erarbeiten und uns interessierende Themen diskutieren. Wir starten am 20.10. mit einer Auftaktveranstaltung im Raum 3016, Von-Melle-Park 5 („WiWi-Bunker“, 3. Stock) um 19:00 Uhr. Hier sollen die Inhalte des Werks kurz umrissen und organisatorische Fragen abgesprochen werden.

Ein Lektürekurs des AK Kritische Psychologie / FSR Psychologie in Kooperation mit der MASCH (Marxistische Abendschule)

Termin: jeden Donnerstag (19-21 Uhr), ab 20.10.2011
Ort: Universität Hamburg, Raum 3016, Von-Melle-Park 5 („WiWi-Bunker“, 3. Stock)

Weitere Informationen:

Ablauf und organisatorische Infos | Über den AK Kritische Psychologie Hamburg | Kontakt zur Vorbereitungsgruppe | MASCH – Marxistische Abendschule Hamburg